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Der Mythos Hornisse und andere Tipps

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Umfangreiche Informationen über Hornissen, Wespen und Bienen gibt es auch im Internet unter der Adresse der Ökostation Freiburg

Gefährdung durch Hornissen

Die Hornisse (Vespa crabro) kann durchaus ein wehrhaftes Tier sein, wenn es darum geht, ihr Nest zu verteidigen. Die Gefährdung für Menschen und deren Haustiere durch die Hornisse wird in aller Regel übertrieben – sie ist wesentlich geringer, als es im Volksmund verbreitet wird (Sprichwort: „7 Stiche töten ein Pferd, 3 Stiche einen Menschen“).

Das Gift ist vergleichbar mit dem von Bienen und anderer Wespen. Das Hornissengift weist sogar eine geringere Toxizität auf. Der Hornissenstich wird etwas schmerzhafter als der einer kleineren Wespe empfunden, da die Hornisse über einen größeren Stachel-Durchmesser und einen längeren Stachel verfügt, der in tiefere, empfindlichere Hautschichten eindringen kann.

Ein Hornissenstich ist im Allgemeinen nicht tödlich; als mögliche Ausnahme müssen nur wie bei jedem Insektenstich oder -biss Allergiker genannt werden. Bei etwa 2–3 % der Bevölkerung können Hornissenstiche allergische Reaktionen auslösen. Bei Stichen im Mund- oder Rachenraum können lebensgefährliche Schwellungen auftreten. Tatsächlich sind für eine Lebensgefährdung etwa 500 bis 1.000 intensive Hornissenstiche Voraussetzung. Da nur etwa ein Zehntel der Hornissen eines Nestes überhaupt stechen können und ein Nest nur über 400 bis 700 Exemplaren verfügt, wird diese Zahl niemals erreicht.
Übrigens: Ein im Herbst verlassenes Hornissennest, wird im Folgejahr nicht wieder besiedelt

Entgegen allen überlieferten Vorurteilen ist die Hornisse also kein gefährliches Insekt. Im Gegenteil, sie ist sehr friedfertig und nicht giftiger als andere Wespen oder auch Honigbienen.

Was tun wenn sich abends eine Hornisse ins Wohnzimmer verirrt hat?

Sie kennen das Problem: An heißen Sommertagen sind abends, wenn es etwas abgekühlt hat, meist Fenster und Balkontüren gerade von Wohnzimmern, geöffnet. Nicht jeder hat dabei ein Fliegengitter. Dann kann es zum Besuch einer Hornisse kommen. Denn Hornissen sind selbst bei völliger Dunkelheit noch flugfähig und aktiv. Dabei werden sie gerade von Lichtquellen angelockt. Wird z.B. eine Hornisse auf das Licht im Wohnzimmer oder Fernsehgerät aufmerksam und ist z.B. die Balkontüre offen, verirren sich Hornissen gerne ins Wohnzimmer. Doch gibt es in solch einem Fall absolut keinen Grund zur Panik. Selbst wenn sich die Hornisse auf Ihren Arm setzen würde (was sie ganz bestimmt nicht machen wird), würde sie niemals grundlos zustechen. Also verhalten Sie sich auch entsprechend.

So wie die Hornisse ins Wohnzimmer angelockt wurde, locken Sie die Hornisse auch wieder heraus, ohne dass einer der beiden Parteien dabei „verletzt“ werden muss. Ein Beispiel:

  • Vermeiden Sie es, die Hornisse mit langen Gegenständen o.ä. aus dem Zimmer zu vertreiben, oder gar zu verletzen oder töten
  • Löschen Sie zunächst alle Lichtquellen im Wohnzimmer
  • Öffnen Sie nun weiträumig alle Zugänge zum Balkon
  • Schaffen Sie auf dem Balkon eine auffällige Lichtquelle (z.B. Balkonlicht)
  • Sie werden merken, dass in wenigen Minuten, oft sogar unverzüglich, die Hornisse das Interesse an Ihrem Wohnzimmer verliert und wieder abfliegt, auf der Jagd z.B. auf stechende Mücken!
  • Schließen Sie nun hinter sich Fenster und Türen, dann haben Sie wieder Ihre Ruhe.

Was tun, wenn sich die Hornisse allein mit Licht nicht weglocken lässt?

Wie auch beim Menschen, kann auch bei den Hornissen mal eine besonders neugierige darunter sein, die einfach nicht wegfliegen möchte. Hornissen werden sich in aller Regel an der Decke oder der Lichtquelle aufhalten. Und dort werden wir sie einfangen, das geht ganz einfach und gefahrlos. Jagende oder sammelnde Hornissen, die sich nicht in der direkten Umgebung ihres Nestes befinden, stechen nur, wenn sie gequetscht werden. Sonst versuchen sie zu fliehen. Und das nutzen wir nun aus:

  • Vermeiden Sie auch hier hektische Bewegungen und unterlassen Sie das Vertreiben z.B. mit einem Besen u.ä.
  • Nehmen Sie sich ein Trinkglas, sowie ein Blatt Papier zur Hand (z.B. Lesezeichen eines Buches)
  • Nähern Sie sich nun vorsichtig der Hornisse – das wird sie auch ohne Reaktion hinnehmen und Sie nicht angreifen! Stülpen Sie nun das Glas (mit der offenen Seite) über die Hornisse und drücken das Glas gegen die Decke. Die Hornisse kann nun nicht mehr entkommen. Da das Tier nicht gequetscht wird und innerhalb des Glases umherfliegen kann, wird sie nach unserer Erfahrung auch nicht aggressiv reagieren.
  • Schieben Sie nun das Blatt Papier über das Glas und halten beides fest.
  • Nun nehmen Sie das Glas mit der Hornisse und gehen ins Freie, von wo aus Sie die Hornisse wieder freilassen können. Dabei wird die Hornisse die Flucht ergreifen.
  • Happy End

Umgang mit Hornissennestern

Hornissen verteidigen ihr Nest! Der Verteidigungsradius schwankt je nach Volk in der Regel zwischen zwei und sechs Metern. Innerhalb dieses Radius ist Vorsicht geboten! Werden die Tiere häufig gestört, erweitert sich dieser Radius. Innerhalb dieses Bereiches sollte man hektische Bewegungen und Erschütterungen wie Rasenmähen vermeiden. Außerdem werden Hornissen durch Anatmen oder Anpusten zum Stechen gereizt.

Hornissennester sind an der Unterseite offen. Die Tiere lassen ihren Kot einfach aus dieser Öffnung fallen. Da ein großes Volk etwa ein halbes Kilogramm Insekten pro Tag frisst, kann der Kot unterhalb des Nestes Bauschäden verursachen. Als Gegenmaßnahme kann man ein großes Gefäß mit saugfähigem Material unterstellen.

Hornissen stehen unter Artenschutz. Deshalb dürfen bewohnte Nester in der Bundesrepublik Deutschland nicht vernichtet werden. Muss ein Volk aber dennoch entfernt werden, kann es oft von geschulten Personen umgesiedelt werden. Dazu ist eine Ausnahmegenehmigung nötig. Auskunft erteilt die Stadt- oder Kreisverwaltung. Durch Anbringen spezieller Nistkästen in siedlungsfernen Naturzonen wird seit einiger Zeit in Deutschland versucht, das jeweilige Gebiet durch Schaffung künstlichen Nistraums für Hornissen attraktiver oder überhaupt besiedelbar zu machen. Der bekannteste und vom Ergebnis her am besten besiedelte Nistkastentyp ist der so genannte „Mündener Hornissenkasten“.