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Friedliches Miteinander mit Bienen und Wespen

Noch immer haben Wespen das negative Image von „angriffslustigen Plagegeistern“ – ein seit Jahrhunderten weitergegebenes Vorurteil, das dem biologischen Erkenntnisstand nicht gerecht wird. In Deutschland sind an die 750 verschiedenen Wespenarten bekannt, die meisten von Ihnen stechen nicht einmal.

Ihren schlechten Ruf verdanken sie hauptsächlich dem Verhalten der Deutschen Wespe (Vespula germanica) und der Gemeinen Wespe (Vespula vulgaris), die vom Süßen angelockt werden. Von Natur aus sind Wespen friedliche Tiere.

Im Garten sind Wespen übrigens Nützlinge, sie tragen zu Regulierung von Schadinsekten bei. Nur in Ausnahmefällen und nach Rücksprache mit der Naturschutzbehörde (Regierungspräsidium) oder einem legitimierten Wespenbetreuer ist eine Umsiedlung oder gar eine Nestvernichtung gerechtfertigt. Wer ein Wespennest im Garten hat und dessen Umgebung ungestört lässt, kann faszinierende verhaltensbiologische Beobachtungen machen und tut einen wichtigen Schritt zu einem verständnisvolleren und friedlicheren Miteinander von Mensch und Tier – zum Vorteil beider.

Schwarmböres

Vielfach werden Feuerwehren auch zu Einsätzen mit herrenlosen Bienenschwärmen gerufen. Deshalb haben viele Feuerwehren - soweit sie keine eigenen Imker in ihren Reihen haben - und die Leitstellen im Regelfall Anschriften von Imkern zur Verfügung, die dann zur Hilfe gerufen werden können.

Über diese bei den Feuerwehren und Leitstellen vorhandenen Adressen von „lokalen Imkern“ hinaus bietet die Schwarmbörse einen bundesweit einheitlichen Zugang über das Internet, um jeweils die geographisch nächstliegenden Imker informieren zu können. Dieser Service ist kostenlos.

Naturschützer helfen

WespenbeauftragterAndreas Lotz0761-1377167  
  07633-14672  
Umsiedlungsfirmen    
Pro-WespeH.-J. Loyal 0761/4562832  
  0179/7671992  
hymo-tecDr. Elmar Billig07000/4966832  
Harald Wencke 0163/6964067  
Lotz Hygieneservice  0761-1377167  
Untere Naturschutzbehörde     
Landratsamt Breisgau-HochschwarzwaldPeter Jehle0761/2187-0  

Umfangreiche Informationen über Wespen, Bienen und Hornissen gibt es auch im Internet unter der Adresse der Ökostation Freiburg.

Tipps zum Umgang mit Wespen und Hornissen

Kleinkinder vom Nestbereich fernhalten!

  • In Wespennähe keine hektischen Bewegungen machen.
  • Obst, Kuchen, Säfte und Fleischwaren sollten nicht ohne Abdeckung stehen bleiben.
  • Beim Trinken aus Flaschen, Gläsern und Getränkedosen sich immer vorher vergewissern, dass sich kein Insekt hinein geschmuggelt hat. Kinder sollten einen Strohhalm verwenden.
  • Auch bei Obst, das direkt vom Baum verzehrt wird, muss man aufpassen. Unter Umständen sitzt noch eine Wespe darin, die beim unbedachten Verzehr in den Mund oder Rachen sticht.
  • Sollte es zu einem Stich gekommen sein, hilft schnelles und gründliches Aussaugen der Einstichstelle und Einreiben mit einer Insektenstichsalbe, ggf. sofort Arzt oder nächstes Krankenhaus aufsuchen.
  • Bei Stichen in den Mund kann als Soforthilfe ein Eiswürfel (notfalls auch anderes Gefriergut) verwendet werden.
  • Mit einem Honig-Früchte-Gemisch kann man die beiden lästigen Wespenarten (Gemeine und Deutsche Wespe) erfolgreich von Kaffeetischen fernhalten.
  • Die Flugbahn zum Einflugloch des Nestes nicht verstellen.
  • Nicht in mögliche Einfluglöcher stochern.
  • Keinesfalls selbst Insektenbekämpfungsmittel einsetzen. Unsachgemäße chemische Bekämpfung kann gefährliche Abwehrreaktionen der Wespen auslösen und zu Umweltbelastungen führen.
  • In der Nähe von Hornissennestern nachts Beleuchtung vermeiden und Fenster geschlossen halten. Hornissen fliegen auch bei Dunkelheit und erleuchtete Fenster stören die Orientierung.

10 Tipps gegen nervende Wespen

Wespen dressieren

Wespen sind lernfähig. Geht es nur darum, die Tiere während der Mahlzeiten fern zu halten, hilft es, für die Tiere besonders interessante Lebenmittel wie reife Traubeneinige Meter neben dem Esstisch zu platzieren. Legt man die Nahrung immer wieder an den gleichen Platz, "wissen" die Wespen Bescheid und fliegen mit der Zeit automatisch dorthin. Achtung: Marmelade und Honig machen die Tiere aggressiv und sollten daher nicht verwendet werden!

Haarspray

Der Geruch von Haarspray ist unangenehm für die Tiere und vertreibt sie. Besprühen Sie einige Stellen rund um den Essplatz herum und Sie bleiben unbehelligt.

Geld gegen Wespen

Der Trick mit Kupfermünzen hat sich bewährt: Einfach mehrere 5-Cent-Stücke oder am besten 1- und 2-Pfennig-Stücken aus DM-Zeiten kurz zwischen den Fingern reiben und auf dem Tisch verteilen. Die Wespen kommen zwar zunächst, schwirren aber sofort ab, wenn der Geruch des Kupfers in ihre Nase steigt. Ein reines Stück Kupfer oder Kupferrohr helfen noch besser. Direkte Sonneneinstrahlung intensiviert den Vorgang noch mehr!

Zitrone und Nelken

Wer eine oder mehrere mit Nelken bestückte Zitronen auf Tisch und Terrasse legt, kann die lästigen Wespen auf natürlichem Wege vertreiben. Die Mischung aus ätherischer Zitrusessenz und Nelkenaroma steigt den Tieren unangenehm in ihr Riechorgan und vertreibt sie so.

Glühender Kaffee

In eine feuerfeste Schale mehrere Esslöffel Kaffeepulver geben. Ein Streichholz entzünden und in den Kaffee stecken, bis er anfängt zu glimmen. Das Röstaroma des verglühenden Pulvers vertreibt die Wespen für etwa 1,5 bis 2 Stunden.

Weihrauchpflanzen

Einige Weihrauchpflanzen auf Balkon oder Terrasse halten Ihnen die Wespen vom Leib. Am besten ab und an die Blätter sanft reiben, dann wird der Geruch intensiver. So vertreiben Sie nicht nur Wespen und Mücken, sondern haben auch gleichzeitig eine schöne Dekoration für Ihren Sitzplatz.

Nelkenöl

Wenn Wespen etwas gar nicht mögen, dann ist das Nelkenessenz. Träufeln Sie einfach ein paar Tropfen Nelkenöl auf ein Stückchen Holz oder ein Duftkissen und hängen Sie es in die Nähe Ihres Sitzplatzes. So bleiben Sie beim Essen ungestört.

Basilikum

Eine Tischdekoration mit Basilikumpflanzen hat gleich mehrere Vorteile: Sie sieht gut aus und der ätherische Duft hält Wespen vom Tisch fern.

Tomatenpflanze

Mit Tomatenpflanzen auf Balkon und Terrasse vertreibt man gleich mehrere nervige Insekten: Fliegen, Mücken und Wespen. Der Geruch der Blätter und Stengel lässt die Tiere das Weite suchen.